FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen in Zusammenhang mit dem Human Design System.

Was ist die wichtigste Erkenntnis des Human Design Systems ?

Die Antwort auf diese Frage ist unbedingt subjektiv; jemand anderer würde vielleicht eine ganz andere Antwort geben.

Für mich (Peter Schöber) handelt es sich zuerst einmal um eine praktische Antwort: es gibt für mich (und für jeden anderen Menschen) eine relativ einfache, mechanische Vorgangsweise, durch die ich - besonders in meinen Entscheidungen - unabhängig von Fremdeinflüssen werde. Die Richtigkeit dieser Vorgangsweise ist unmittelbar erlebbar.

Ich mach´s konkret: als ich dem Begründer des Human Design Systems begegnete, war ich genau in meiner Uranus Opposition. Das ist jene Phase im Leben, die in der Psychologie die midlife crisis genannt wird. Ich war 41 Jahre alt.

Ich war sehr fleißig gewesen, ich war auch damals nicht dumm, ich hatte mein Bestes gegeben: das Resultat waren Schulden und Frustration. Und ich hatte keine Ahnung, warum das so war. Immer wieder hatte ich ein wenig Glück, das aber im nächsten Moment sofort wieder durch irgendeine Art von Katastrophe weggeblasen wurde.

Mein erstes Reading war sehr kurz, vielleicht 45 Minuten, es war in englischer Sprache (mein Englisch war damals sehr bescheiden) und viele wesentliche Konzepte des heutigen HD existierten damals noch gar nicht. (Z.B. Typus oder Profil).

Ein mir sehr unangenehmer Satz den ich zu hören bekam, war: „Waiting is good for you." („Warten ist gut für Dich.")

Ich hasste diesen Satz. Ich wollte mein ganzes Leben lang ein Macher sein, jemand der etwas bewegt und verändert, und ich hatte versucht so vorzugehen, wie es mir durch Konditionierung übermittelt worden war: als initiativer Macher, der sich etwas Gutes und Kluges ausdenkt und es dann umsetzt.

Meine stille Hoffnung für das Reading war gewesen, dass mir dieser eigenartige Typ sagen würde, welchen kleinen Fehler ich gemacht hatte und danach würde ich in der Lage sein, endlich ein erfolgreicher Macher zu sein.

Weil ich innerlich so stark auf diesen Satz reagierte, wusste ich, dass er stimmte. Obwohl es mir nicht sympathisch war, begann ich damit zu experimentieren und die Dinge an mich herankommen zu lassen.

Normalerweise, wenn ich mit dem Auto von A nach B unterwegs war, sagte ich zu mir selbst: „In spätestens 25 Minuten bin ich da." Und dann hatte ich eine Menge Stress, erlebte gehörigen Widerstand und war manchmal in 25 Minuten da, oft aber auch nicht – und dann ärgerte ich mich grün und blau.
Nun sagte ich zu mir: „In frühestens 25 Minuten werde ich ankommen." Und siehe da – aller Widerstand war weg. In einem anstrengungslosen Gleiten war ich meist viel früher da als sonst; und wenn es doch länger dauerte, so fühlte ich mich jedenfalls viel besser als vorher.
Wie Sie vielleicht schon erahnen: ich bin Generator, noch dazu ein emotionaler Generator, also ein Mensch, für den es essentiell ist, nicht initiativ zu sein und langsam in seinen Entscheidungen. Das einzige was mir damals wirklich klar war: ich sollte Dinge an mich rankommen lassen und nicht sofort entscheiden.

Für meinen Verstand war das eine viel zu einfache Lösung. Einerseits unglaubwürdig – alle Welt sagte ja: „Agieren statt Reagieren!" Andererseits eben viel zu einfach, ich hatte ja eine Menge komplizierter Dinge probiert, die alle nicht funktioniert hatten. (und dachte, eine wirksame Lösung müsste wohl noch komplizierter sein.)

Ich probierte es trotzdem aus.

Das war der entscheidende Schritt.

Obwohl ich es nicht glaubte, machte ich die Erfahrung, dass es funktionierte. Nicht, dass sofort eine Menge wunderbarer Dinge auf mich zugekommen wären. Aber ich hörte wenigstens auf, wie ein Verrückter neue und für mich falsche Dinge in Gang zu setzen!

Die Erleichterung war enorm. Der Widerstand war stark reduziert. Ich begann, ein gewisses Vertrauen in den Prozess zu bekommen. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich sehr lange misstrauisch blieb. Es funktionierte, es funktionierte sogar – je länger ich es ausprobierte – umso besser. Aber – so fragte wohl mein Verstand: „Funktioniert es WIRKLICH? Funktioniert es IMMER? Funktioniert es auch bei allen anderen?

Rückblickend würde ich sagen: ich brauchte sehr lange um wirklich überzeugt zu werden. Und es brauchte auch mehr, als meinen eigenen Prozess, um mich zu überzeugen. Dadurch, dass ich schon sehr früh Analytiker geworden war (1993) und auch Lehrer (1995) hatte ich das Privileg zu beobachten, dass HD tatsächlich auch bei anderen hilfreich war.

Was ist also die wichtigste Erkenntnis? Dass eine einfache, aber konsequente Vorgangsweise genügt, um zu meinem Leben zu kommen.

Wie und womit kann mir Human Design konkret helfen ?

Das hängt sehr stark von Ihrer gegenwärtigen Lebenssituation ab und von den Hauptirrtümern, die Ihr Leben beherrschen. Aber Human Design wird spürbar und relativ bald zu einem besseren Leben führen. In dem Moment z.B. in dem Sie wirklich beginnen, Ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, bekommen Sie Kontur und werden real. (Vorher sind Sie allzu oft eher ein Abziehbild)
Durch dieses in Erscheinung treten, beginnen Sie überhaupt erst, sich selbst wahrzunehmen (vorher nehmen Sie das Resultat der Konditionierung wahr). Und natürlich werden Sie jetzt auch für andere Menschen – vielleicht zum ersten Mal – wahrnehmbar. Das wird Ihre Beziehungen nicht immer einfacher machen – aber aufrichtiger und gehaltvoller.
Manchmal hat sich ein Mensch in eine subjektiv völlig ausweglose Situation hineinmanövriert. Es scheint gar keine Möglichkeit mehr zu geben, wie man dieser Situation entgehen kann. Und es stimmt: für den Verstand gibt es keine Möglichkeit mehr.

Aber es gibt immer eine Möglichkeit für das Leben!

Ihrer Strategie und Autorität zu folgen bedeutet, Ihr Leben einer höheren Instanz anzuvertrauen als Ihrem Verstand oder dem Verstand anderer. Dadurch können sich auch dort Möglichkeiten auftun, wo alles endgültig verloren scheint.

Also zusammengefasst: Human Design kann Ihnen bei allem helfen, weil es Ihnen hilft, Sie selbst zu sein und es zu erleben. Sie können aber nicht im Vorhinein wissen, wie das der Fall sein wird und es mag sein, dass eine ganze Reihe von Dingen korrigiert werden müssen, bevor das Thema drankommt, das Sie im Augenblick am meisten beschäftigt.

Ist dies nicht nur eine weitere Methode auf unserem esoterischen Supermarkt ?

Ich persönlich finde große Märkte sehr gut. Sie bieten jedenfalls eine Auswahl und die Chance steigt, das zu finden, was mir persönlich entspricht. (Ich wähle lieber aus zwanzig verschiedenen Methoden von Massage als mich von vornherein mit einer begnügen zu müssen).

Aber abgesehen davon ist Human Design nicht einfach eine weitere Methode.

Human Design ist die Formel unserer Welt.

Wenn Sie mich missverstehen wollen, dann können Sie das jetzt tun. Aber dieser Satz ist NICHT arrogant gemeint. Er hat mit der Fähigkeit des HD zu tun, die absolute Individualität eines Menschen in validen Konzepten zu beschreiben.

Lassen Sie uns einen Blick auf die Regale im Supermarkt werfen. Was sehen Sie dort?

Massagen, Klangtherapien, Lichttherapien, Lasertherapien, Dutzende populäre Verfahren der Naturheilkunde, Channeling, Numerologie usw. usw. usw. Was die meisten dieser Methoden miteinander gemeinsam haben ist, dass sie für bestimmte Menschen in bestimmten Situationen sehr hilfreich sin können, für andere Menschen zu anderen Zeit aber auch gar nicht oder sogar schädlich. (Das Gleiche gilt übrigens auch für die offiziellen Methoden, also z.B. die Schulmedizin.)

Die Frage ist also nicht: welche dieser Methoden ist gut? Die Frage ist: was ist wann für wen gut?

Und diese Frage kann mit HD beantwortet werden. Einerseits durch die technische Erkenntnis von unterschiedlichen Anlagen; andererseits und vor allem aber dadurch, dass ein Mensch, der gelernt hat, richtige Entscheidungen zu treffen, im Supermarkt des Lebens gleichsam ins richtige Regal greift.

Kann man Human Design nutzen, um den richtigen Partner zu finden ?

Diese Frage ist deutlich komplexer als Sie wahrscheinlich vermuten. Was nämlich ist der richtige Partner? Ist es der/die PartnerIn, die Sie erträumen? Ist es jemand, mit dem Sie den Rest Ihres Lebens verbringen wollen? Ist es jemand, mit dem Sie Kinder großziehen wollen? Ist es jemand mit dem Sie über alles sprechen können?

In meinem Verständnis kann HD auf drei Arten bei der Partnerwahl behilflich sein.

Zuerst mal dadurch, dass Sie selbst Ihrer Strategie und Autorität folgen. Wenn auf dieser Basis eine Beziehung zustande kommt, wird diese auf alle Fälle die für Sie jetzt richtige Beziehung sein, selbst wen Sie z.B. nur von kurzer Dauer sein sollte. (Manchmal muss man z.B. noch etwas lernen, bevor man wirklich für eine Beziehung reif ist.)

Zweitens kann man mit dem HD als analytischem Werkzeug eine existierende Beziehung sehr genau untersuchen und verstehen. Dabei geht es nicht um eine „theoretische Entscheidung" ob diese Beziehung die richtige ist – diese Entscheidung kann selbstverständlich immer nur von den Beteiligten selbst getroffen werden. Aber es kann sehr hilfreich sein zu erkennen, worauf eine Beziehung tatsächlich fußt, welche Qualitäten vorhanden sind (und welche Qualitäten nicht vorhanden sind).

Und drittens kann es geradezu wunderbar sein, den/die PartnerIn so behandeln zu können, wie es diesem Menschen entspricht. Unsere Vorstellungen sind natürlich auch im Bereich Beziehung homogenisiert. (Dazu gehören alle Klischees darüber, was typisch männlich oder typisch weiblich ist). Dadurch werden Sie aber so gut wie immer Ihre/n PartnerIn auch falsch behandeln, d.h. nicht seiner/ihrer Individualität gemäß. Das führt dann zu Zorn, Frustration, Bitterkeit oder Enttäuschung, weil sich unter Umständen beide sehr anstrengen, aber das Resultat niemals zufrieden stellend ist.

Ist Human Design eine wissenschaftliche Methode ?

Human Design ist keine wissenschaftliche Methode im herkömmlichen Sinn. Aber das bedeutet auch nicht, dass HD unwissenschaftlich wäre. Wir benötigen eine etwas weitere Perspektive:

Wissenschaft wie sie heute betrieben wir, verlangt, dass Erkenntnisse unter kontrollierten Bedingungen zustande kommen und die entsprechenden Experimente wiederholt werden können. Zweck dessen ist die Beseitigung der Subjektivität und das Erkennen von allgemein gültigen Mustern. Der Wert dieses Wegs ist unbestreitbar und hat zu vielen wichtigen Erkenntnissen geführt. Vor allem war er nötig, um die Wissenschaft aus den Gefängnissen religiöser Engstirnigkeit und der damit verbundenen Scheiterhaufen zu führen.

Es muss uns aber klar sein, dass Wissenschaft – gerade weil sie ihren eigenen Forderungen genügen muss – sehr viele wesentliche Fragen des menschlichen Lebens gar nicht untersuchen kann. Unser Leben ist nämlich durch und durch subjektiv und das ist es auch, was für uns tatsächlich bedeutend ist.

Außerdem versteht es sich wohl von selbst, dass ein menschliches Leben nicht im Labor untersucht werden kann und dass es dabei auch keine kontrollierte Wiederholung von Experimenten geben kann. Ich bringe es auf den Punkt:

das einzelne menschliche Leben entzieht sich der vollständigen wissenschaftlichen Untersuchung und Erkenntnis.

Das einzelne menschliche Leben besteht geradezu aus Subjektivität und seine Situationen sind immer einmalig. (Man stiegt niemals in denselben Fluss)

Wissenschaft ist also eine wichtige, aber angesichts der Fragen des menschlichen Lebens unvollständige Methode.

Human Design verfügt über Bereiche, die grundsätzlich mit wissenschaftlichen Methoden erforscht werden können. Dazu werden bestimmte messbare Unterschiede zwischen den Typen gehören aber auch viele in einer Körpergraphik erkennbare Spezialbegabungen.

Die persönliche Anwendung hingegen – und diese ist für Sie zuerst mal die interessanteste Möglichkeit, die HD zu bieten hat – kann nur subjektiv sein.

Sie wenden es an. Sie beobachten die Konsequenzen. Sie spüren die Auswirkungen. Sie kommen zu einem Urteil. All das ist persönlich und subjektiv. In diesem Sinne kann man HD vielleicht am besten mit Meditation vergleichen. Ihr Wert besteht nicht darin, dass man möglicherweise veränderte Hirnströme messen kann. Ihr Wert besteht in der subjektiven Erfahrung und der wohltuenden Auswirkung auf den Körper.

Ist das Human Design eine therapeutische Methode ?

Human Design ist eigentlich „nur" eine Methode, dem eigenen Wesen entsprechend zu entscheiden und letztlich auch zu leben.

Nachdem aber sehr viele Beeinträchtigungen und auch Krankheiten durch falsche Lebensweise entstehen, kann die Anwendung des HD im persönlichen Leben eine therapeutische Wirkung entfalten. Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass HD sich in Kombination mit existierenden therapeutischen Methoden als sehr hilfreich erweisen wird.

Verändert sich das in uns genetisch angelegte Energiefeld im Laufe des Lebens durch bewusstseinsverändernde Prozesse?

Diese Frage kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Ich erlaube mir daher lediglich, einige Aspekte des Themas anzusprechen.

So weit wir wissen ist der genetische Code praktisch nicht veränderbar. Wenn von der Wirkung des Bewusstseins auf den Körper gesprochen wird – z.B. in der Psychoneuroimmunologie – dann handelt es sich eher um den neurologischen Effekt eines Bewusstseinszustands, der seinerseits wieder eine Auswirkung auf das Immunsystem haben kann.

Allerdings kann es natürlich auch im genetischen Code zu Mutationen kommen. Inwieweit dabei verändertes Bewusstsein eine Rolle spielen kann, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ganz anders verhält es sich bei der epigenetischen Ebene. Sehr vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, der genetische Code ist das Buch des Lebens. Die Epigenetik bestimmt, was daraus tatsächlich vorgelesen wird. Diese Ebene wird mit Sicherheit vom Lebensstil und von Gewohnheiten stark geprägt. Hier würde ich also dazu neigen, von einer Veränderung durch bewusstseinsverändernde Prozesse auszugehen.

Was nützt es mir, wenn ich eine Analyse bekommen habe und etwas über Human Design Bescheid weiß ?

Erstens: wenn Sie Ihre Fallen – insbesondere die Nichtselbstmuster in den offenen Zentren – verstehen, werden Sie auch verstehen, was in Ihrem Leben bisher geschehen ist. Sie werden wahrscheinlich weniger Vorwürfe gegenüber sich selbst haben und Sie werden auch anderen Menschen in Ihrem Leben weniger vorwerfen.

Zweitens: Sie erhalten die entscheidende Information: wie Sie Ihre Entscheidungen treffen können. Aber eben nicht so wie bisher – nämlich irgendwie – sondern auf eine konsistente, verlässliche und Ihnen entsprechende Art und Weise. Aber Vorsicht: das nützt Ihnen nur etwas, wenn Sie damit praktisch experimentieren.

Warum habe ich noch nie davon gehört, wenn es eine so exakte und hilfreiche Methode ist?

Als Human Design das Licht der Welt erblickte (1987) war es ziemlich alleine. Sein erster Botschafter und gleichsam Begründer in der Welt hat Jahre damit verbracht, die Formel des HD zu erforschen und sich selbst von der Anwendbarkeit zu überzeugen. 1992 hat er dann begonnen, es systematisch an andere weiter zu geben.
Die ersten Menschen die davon fasziniert waren und bereit, ihr persönliches Experiment zu wagen, hatten keine Vorbilder. Sie mussten sich weitgehend isoliert durchkämpfen, sich entwickeln und Erfahrungen sammeln.

Dazu kommt, dass der volle Wert des HD nach dem Durchlaufen einer siebenjährigen Dekonditionierung zugänglich wird. Mit einem Wort: HD hatte einen langsamen Start in die Welt, man könnte auch sagen: es durfte weitgehend unbeeinflusst aufwachsen.

Jetzt ist Human Design dabei, erwachsen zu werden. Zum Erwachsensein gehört es auch, in die Welt hinaus zu gehen und dort zu bestehen. Wir sind zuversichtlich, dass es in Zukunft sehr viel einfacher werden wir, dem HD zu begegnen.

Ich bin Neuling beim Human Design System. Wo und wie soll ich anfangen ?

Im Augenblick gibt es dafür folgende gute Möglichkeiten:

Wenn Sie ein Mensch sind, der sich zuerst mal in Ruhe davon überzeigen will, ob da überhaupt etwas dran sein kann, kaufen Sie eines der verfügbaren Bücher:
„Das Human Design System, Die Zentren" von Peter Schöber können Sie sofort als ebook von unserer Homepage zum Preis von Euro 9,90 beziehen. Den zweiten Band („Typus, Strategie, Autorität") erhalten Sie in einer Hardcover-Ausgabe auf Bestellung im Buchhandel oder bei amazon.

Was Sie aber in jedem Fall brauchen, ist ihr Reading!

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Ihr Online-Einstiegsreading ist sofort verfügbar, kostet Euro 59.- und liefert Ihnen die beiden wichtigsten Informationen: eine sehr genaue Analyse der Zentren sowie Ihren Typus, die dazu gehörige Strategie und ggf. Ihre innere Autorität. Dieses Reading ist gesprochen, also eine Audiodatei und besitzt einen Umfang von ca. 60 Minuten.

Alternativ dazu können Sie ein Grundreading bei einem Analytiker bestellen. Dieses Reading umfasst zusätzlich das Profil und die Kanäle und kann noch viel genauer auf die in Ihrer Körpergraphik erkennbaren Zusammenhänge eingehen. Die Lieferzeit liegt meist innerhalb von zwei Wochen. Die Kosten dafür (es ist ja maßgeschneiderte Handarbeit) betragen ab Euro 230.-, die Dauer wird meist um die 90 Minuten betragen. Die verschiedenen Angebote finden Sie unter „Produkte" – „Analysen für Einsteiger".

Nach dem Einstiegs- oder Grundreading geht es in erster Linie um Ihr persönliches Experiment. Dabei, zur theoretischen Vertiefung und zur praktischen Unterstützung ist der Kurs „Mein Design leben – Living Design" ideal: innerhalb von drei Tagen wird nicht nur theoretische Information vermittelt: praktische Fragen, die sich aus dem Dekonditionierungsprozess ergeben, können besprochen werden und durch Einzelarbeit besteht die Möglichkeit, besonders wichtige Nichtselbstmuster eines Menschen herauszuarbeiten und dadurch im Alltag erkennbar zu machen. Aktuelle Angebote dazu finden Sie unter „Produkte" – „Ausbildung/Kurse"

Wie kann jedes Human Design einzigartig sein kann, wenn dieses nur anhand von Geburtstag, Geburtsort und Geburtszeit erstellt wird ?

Fragestellung eines HD Interessierten:
Der Free Rave Chart liefert ein identisches Resultat trotz unterschiedlichen Eingabeparametern. Bedeutet dies, dass der Mensch, der im Kreißsaal nebenan zeitgleich geboren wird, exakt dasselbe Design besitzt wie ich? Oder, extremer noch, alle Kinder, die im Umkreis und dem Zeitfenster von ca. 3 Stunden wie meine Kinder geboren wurden, haben dasselbe Human Design ? Wie kann es dann einzigartig sein ?

Anwort:
Im HD werden zur Berechnung der Körpergraphik zwei Zeiten herangezogen, der Geburtszeitpunkt und jener Zeitpunkt, an dem die Sonne genau 88 Grad vor dem GeburtsORT steht. Die betrachteten Faktoren, die Sie in der Körpergraphik erkennen können sind Sonne, Erde, Mond, die Mondknoten sowie die klassischen Planeten von Merkus bis Pluto.

Damit ist der schnellste Himmelskörper der betrachtet wird der Mond. Der Mond benötigt zwischen 10 und 12 Stunden um ein Hexagramm zu passieren. Da jedes Hexagramm in sechs Linien zerfällt bedeutet das eine in den Datenlisten der Körpergrafik erkennbare Veränderung etwa alle 100 Minuten und zwar sowohl auf der roten als auch auf der schwarzen Seite der Körpergrafik.

Damit hat natürlich ein Mensch der z.B. fünf Minuten nach Ihnen geboren ist optisch dieselbe Körpergrafik. Warum ist das kein Widerspruch zur Einmaligkeit des Wesens?

Weil es noch drei weitere Ebenen gibt, die im Rahmen der Körpergrafik nicht optisch dargestellt werden (können).
Weiter unten ist ein Bild des Sternenkreises dargestellt. Diesem sind 64 Hexagramme zugeordnet. Zeitfenster beim Mond: 10 - 12 Stunden.
Das Hexagramm zerfällt in sechs Linien. Zeitfenster einer Linie daher 100 - 120 Minuten.
Jede Linie zerfällt in sechs "Farben". Zeitfenster der Farbe daher 16,67 - 20 Minuten.
Jede Farbe zerfällt in sechs "Töne": Zeitfenster für den Ton daher 2,78 - 3,33 Minuten
Jeder Ton zerfällt in fünf Basen, deren Zeitfenster dann 33,36 - 39,96 Sekunden beträgt.

Dies gilt sowohl für den "roten" Mond als auch für den "schwarzen" Mond. Nachdem deren Positionen nicht aneinander gekoppelt sind halbieren sich statistisch die Zeitfenster: die durchschnittliche Zeit in der beide Monde ihre letzte Position beibehlaten liegt dann zwischen 17 und 20 Sekunden. Das ist nicht all zu lange.

Statistisch gesehen werden weltweit pro Sekunde 2,4 Kinder geboren (Stand: 27.4.2015) In einem Zeitfenster von 20 Sekunden bedeutet das, etwa 48 Kinder innerhalb des oben definierten Zeitrahmens.

Der Faktor der innerhalb dieser Gruppierung zur letztgültigen Einmaligkeit führt, ist der ORT. Das Gesetz der Existenz lautet: innerhalb des Einsteinschen Unisversums können niemals zwei Körper zur gleichen Zeit am gleichen Ort existieren. Auf der Alltagsebene ist uns das völlig klar: wenn Sie eine "Design-Schwester" hätten, die mit dem exakt selben Design geboren ist wie Sie, aber z.B. im Süden Argentiniens, würden Sie sicher nicht erwarten, dass dieser Mensch Ihnen (oberflächlich) sehr ähnlich ist. Der Grund ist einfach und offensichtlich: der Ort bestimmt die Konditionierung und die gesamte Lerngeschichte. Wäre es anders, wäre HD ja auch ein vollkommen deterministisches System und würde behaupten, dass die gesamte Lebensgeschichte eines Menschen berechenbar vorherbestimmt ist. Das ist nicht der Fall.

(Es kann übrigens auch nicht der Fall sein: wenn z.B. jemand Billard spielt und alle physikalischen Faktoren aufs genaueste bekannt sind, lässt sich ab dem 12. Stoß nicht mehr exakt berechnen, wo die Kugel landen wird. Grund dafür ist die Heisenbergsche Unschärfelation).

Ihre letztmalige Einmaligkeit ist also eine Mischung aus Ihren Anlagen und der Lebensgeschichte: was begegnet ihnen und wie genau geht Ihr Wesen damit um?

Warum springen Sie trotzdem so sehr auf HD an? Warum können Sie sich in Beschreibungen erkennen, die letztlich gar nicht einmalig sind? (Z.B. ein definiertes oder offenes Milzzentrum ist etwa 50:50 verteilt.) Weil es sich dabei um mechanische Elemente handelt, die sozusagen ein Bauteil dessen sind, was Sie ausmacht. Es ist ein bißchen so wie mit Diesel und Benzin. Wenn ich weiss, dass ein Auto Benzin benötigt, weiss ich noch nicht sehr viel über das Auto insgesamt. Es ist aber trotzdem praktisch extrem wichtig, den richtigen Treibstoff zu kennen. (Auch wenn 50% aller Autos denselben Treibstoff benötigen).

Zuletzt noch Ihre Frage bezüglich der Inkranationskreuze. Hier geht es ebenfalls um die Tiefe, in der diese betrachtet werden. Von der Sonnneposition im Hexagramm aus gesehen gibt 64 x 12 Inkarnationskreuze. Die "12" ergibt sich aus der Anzahl der Profile, die von einem Sonnenhexagramm ausgehend möglich sind. Das ergibt 768 Kombinationsmöglichkeiten. Diese kann man sich als übergeordnete Rollen vorstellen.

Aus naheliegenden Gründen - z.B. meine Zeit - habe ich mich also darauf beschränkt, lediglich die 64 möglichen Sonnenstände auf Hexagrammebene zu beschreiben. Das ist eine noch immer sehr grobe Typologie - und trotzdem interessant, wie Sie ja selbst herausgefunden haben. Spielt man auf der Ebene der Inkarnationskreuze dasselbe Spiel wir vorher an Hand es Mondes skizziert - Farbe, Ton und Basis - ergeben sich 69 120 Varianten. Das bedeutet praktisch: das Inkarnationskreuz ist keine Beschreibung Ihrer letzten Individualität sondern der ROLLE, die Sie auf der Bühne des Lebens zu spielen haben. (So wie viele Schauspieler den "Faust" gespielt haben: jeder von Ihnen war ein einmaliges Individuum, aber die Rolle war immer diesselbe.)

Ich hoffe, damit eine adäquate Erklärung gegeben zu haben.

Sternenkreis:

Sternenkreis

Ist Human Design eine Sekte ?

Das ist eine sehr lustige Frage. Denn wenn es ein genaues Gegenteil zur Sekte gibt, dann ist das Human Design.

Sprachlich bezeichnet der Begriff „Sekte" eigentlich eine Abspaltung oder Abtrennung. Human Design hat sich von nichts und niemandem abgespalten und steht sehr gut auf seinen eigenen, einmaligen Füßen.

Umgangssprachlich meinen wir mit Sekte eine Gruppe von Menschen, die an irgendetwas glaubt, einem Sektenführer gehorcht, bestimmte Gebote befolgt und sehr oft die Autonomie ihrer Mitglieder einschränkt oder sogar beseitigt.

Also, woran müssen Sie im Human Design glauben? – An nichts!

Sie können glauben an wen oder was Sie wollen, weil es im HD niemals darum geht irgendetwas zu glauben.

Welchem Sektenführer müssen Sie gehorchen? – Keinem!

Es gibt verschiedenste Menschen die auf sehr verschiedene Weise mit dem HD arbeiten, unterschiedlich oder auch gar nicht organisiert sind, aber mit Sicherheit keiner übergeordneten Autorität folgen. (Das war übrigens auch schon der Fall, als der Begründer des Human Design noch lebte).

Welchen Geboten müssen Sie folgen? – Keinem!

Human Design besteht ja gerade darin, an die Stelle von allgemein gültigen Geboten die persönliche Autorität zu setzen. Konzepte wie Strategie und Autorität sind auch keine Gebote, sondern Unterscheidungen zur Differenzierung die persönlich verifiziert werden müssen. Wo ich selbst entscheide, kann es kein (fremdes) Gebot geben.

Außerdem gibt es im Human Design keine organisierte Zugehörigkeit, keine damit einhergehende Bindung und selbstverständlich auch keine Verpflichtungen.

Die Gemeinschaft im Human Design ist eine rein geistige:

wo Menschen sich selbst das Recht zugestehen, so zu sein, wie sie sind, entsteht ganz natürlich auch eine Haltung, die anderen dasselbe Recht zugesteht. Diesem „Club" gehören Sie an, wenn Sie desselben Geistes sind – nicht weil Sie einen Mitgliedsbeitrag bezahlen oder feierliche Gelübde leisten.

Und schließlich ist die finanzielle Seite ein sauberes Geschäft: Produkte, Beratungen und Kurse können gekauft werden. Wenn sie bezahlt sind, gehen sie in das Eigentum des Käufers über. Keine Haken, keine Ösen, keine Verstrickungen.

Ich bin Generator. Woran erkenne ich eine Reaktion?

Eine Reaktion kann nur erfolgen, wenn Sie nicht initiativ sind und wenn Sie von jemandem oder von „etwas" (einer Situation z.B.) gefragt werden. Die Reaktion selbst erkennen Sie entweder an der Kraft, die sie in Ihnen freisetzt (ein Impuls, eine Bewegung, eine Sie durchströmende Lebendigkeit) oder an der Bauchstimme.

Ich bin ein Projektor. Woran erkenne ich eine Einladung ?

Zuerst mal: wenn Sie sich als Projektor auf den Weg machen, ist die Einladung gar nicht so wichtig. Sie hilft Ihnen nämlich nicht bei der Bewältigung des alltäglichen Lebens und beim Treffen Ihrer normalen Entscheidungen.
Die Einladung bezieht sich auf die sehr großen Entscheidungen im Leben und zwar besonders auf jene, durch die Sie in Ihre spezifische Funktion als Projektor kommen können.
Eine echte Einladung beinhaltet eine Bemühung um Sie – gerade und genau um Sie – und es gibt eine erkennbare Bereitschaft, etwas in Sie zu investieren. Dadurch werden zwei Dinge klargestellt. Erstens: man hat Ihre Fähigkeiten erkannt und will deshalb genau Sie haben (und nicht irgendjemanden)
Zweitens: die einladende Seite verfügt über genug Energie (und ist bereit, diese in Sie zu investieren).

Ich hatte mein Einstiegsreading (oder Grundreading). Wie geht´s jetzt weiter ?

Dafür gibt es viele sinnvolle Möglichkeiten. Die wichtigste davon besteht aber immer darin, mit Ihrer Strategie und Autorität zu experimentieren.

Abgesehen davon gibt es folgende nächste Schritte:

Den Kurs „Mein Design leben" oder „Living Design".

In diesem dreitägigen Kurs mit maximal 20 Teilnehmern werden die Informationen des Readings gründlich vertieft. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Nichtselbstmustern in den offenen Zentren, aber auch auf den in der Gruppe vorhandenen Typen, Strategien und Autoritäten. Durch Einzelarbeit mit den TeilnehmerInnen (auf freiwilliger Basis) werden übergeordnete Themen herausgearbeitet.

Wer lieber liest und sich in Ruhe ein Bild machen will, ist derzeit mit den beiden einführenden Büchern von Peter Schöber gut bedient.

„Das Human Design System – Die Zentren" ist eine gründliche Einführung in das System und eine umfangreiche Darstellung aller Zentren – allgemein, definiert und offen. In einem abschließenden Kapitel werden auch die wechselseitigen Konditionierungen auf Zentrumsebene erörtert. Dieses Buch gibt es um Euro 9,90 als Download direkt bei uns und als ebook für Kindle bei amazon. Außerdem gibt es das Buch auch in englischer und russischer Sprache.

„Das Human Design System – Typus, Strategie und Autorität" beinhaltet eine vollständige Darstellung aller Typen mit allen Autoritätsvarianten. Sie können es im Buchhandel bestellen oder ebenfalls über amazon beziehen, jedoch derzeit nur als Hardcover zum Preis von Euro 33.-

Eine weitere Variante sind vertiefende oder ergänzende Analysen.

Nach dem Einstiegsreading bietet sich z.B. das Ergänzungsreading von Claudia Dülberg an, bei dem genau jene Komponenten herausgearbeitet werden, die nicht Teil des Einstiegsreadings waren. Außerdem gestattet es die persönliche Analyse noch genauer, auf den konkreten Menschen und aktuelle Fragen einzugehen.
Das Vertiefungsreading bietet eine sehr detaillierte Besprechung der Körpergraphik, in der alle 26 einzelnen Aktivierungen behandelt werden.
Wenn Sie Kinder haben, empfehlen wir Ihnen unbedingt eine der verschiedenen Kinderanalysen von Jasmin Schuster.
Viele weitere Möglichkeiten finden Sie auf der Homepage unter „Produkte" – „Analysen".

Warum heißt es „Reading“ ?

„Reading" bedeutet wörtlich: „Lesung". Eine Human Design Analyse ist also eine Lesung der Körpergraphik. Und genauso wie beim Lesen jeder Buchstabe seine Charakteristik besitzt und jedes Wort eine oder mehrere festgelegte Bedeutungen ist es auch mit den Elementen der Körpergraphik. Sie haben eine festgelegte Bedeutung und werden nicht willkürlich interpretiert sondern nach bestimmten Regeln. Genau deswegen ist es auch möglich, das Lesen der Körpergraphik zu erlernen.

Was bedeutet „IHDS“ ?

Die IHDS ist die International Human Design School. Das ist die noch vom Gründer des HD ins Leben gerufene internationale Human Design Schule, die verbindliche Ausbildungswege für Professionals vorgibt und die entsprechenden Verzeichnisse führt. Sie wird seit 2010 von Lynda Bunnell geleitet. Human Design Services ist der offizielle Vertreter der IHDS für Deutschland und die Schweiz. Peter Schöber wurde 2013 zum Leiter der IHDS Ausbildung in diesen Ländern ernannt.

Was ist der Unterschied zwischen Online Einsteigsreading und HD Report

Das Online Einstiegsreading und der HD Report sind inhaltlich unterschiedliche Angebote. Im Einstiegsreading werden die Zentren, ganz besonders das Nichtselbst sowie Typus, Strategie und Autorität sehr ausführlich besprochen. Zweck dieses Readings ist letztlich, Ihnen den Einstieg in das persönliche Experiment zu gestatten.

Der HD Report ist eine Übersicht über viele verschiedene Ebenen des HD und ist eher geeignet, Ihnen eine (vorerst) theoretische Übersicht zu geben. Es gibt dabei natürlich einige Überschneidungen, aber grundsätzlich ist die Idee durchaus, dass man beides kaufen kann und sich die Informationen ergänzen.

Der HD Report ist in schriftlicher Form (umfangreiche pdf Datei) und das Online Einstiegsreading sind Audio-Dateien zum anhören.

Ab wann machen sich die Themen eines neuen Zyklus im Leben bemerkbar?

Wir sprechen hier von ganz verschiedenen Zyklen. Jene, die derzeit im HD Beachtung finden – und das sind bei weitem noch nicht alle Zyklen die existieren – sind der Rave Return oder Solar Return (von Geburtstag zu Geburtstag), der erste und der zweite Saturn Return (ca. im Alter von 29 bzw. 58 oder 59 Jahren), die Uranus Opposition (zwischen 38 und 44) und der Chiron Return (zwischen 49 und 51 Jahren).

In all diesen Fällen gibt einen genau berechenbaren technischen Zeitpunkt, dessen Körpergrafik zum Ausgangspunkt der entsprechenden Analyse genommen wird. Aber: ab wann beginnen sich die Themen eines neuen Zyklus spürbar im Leben auszuwirken?

Beim Rave Return oder Jahresreading ist diese Aussage leicht zu treffen: der neue Zyklus beginnt im letzten Quartal des alten Zyklus wirksam zu werden, allerdings auf eine Art und Weise, die dem Bewusstsein nicht zugänglich ist. Während der Mensch also inhaltlich noch mit dem letzten Quartal des alten Zyklus beschäftigt ist, wirken Themen des neuen Lebensjahres bereits in das zu Ende gehende Lebensjahr hinein.

Dadurch entsteht eine Art von Instabilität und es ist eine herzliche Empfehlung, in diesen drei letzten Monaten vor dem eigenen Geburtstag nach Möglichkeit keine weitreichenden Entscheidungen zu treffen.

Bei den großen Zyklen sind die Übergangszeiten natürlich länger und auch nicht so klar abgrenzbar. Als Richtwerte kann man ungefähr von folgenden Zeitrahmen ausgehen:

Der 1. Saturnreturn beginnt typischerweise damit, dass bestimmte Verhaltensweisen, die zur Jugend gepasst haben, nun nicht mehr tauglich sind und dies durch verschiedene Geschehnisse im Leben offenbar wird. Der Übergang wird meist zwischen einem und zwei Jahren vor dem tatsächlich berechneten Zeitpunkt beginnen. Im zeitlichen Nahbereich des errechneten Datums findet dann aber meist auch ein Ereignis statt, dass in den neuen Zyklus führt. Das muss allerdings nicht sofort offenbar sein.

Die Uranus Opposition hat eine besonders große Schwankungsbandbreite. In extremen Fällen kann sie schon im Alter von 38 Jahren eintreten, im Falle des anderen Extrems aber auch erst mit 44. Die Uranus-Opposition markiert den wichtigsten Richtungswechsel im Leben eines Menschen. Bis dahin ist alles, was man erlebt hat, auch ein Basistraining zur Erfüllung des Inkarnationskreuzes gewesen. Nun geht das Basistraining zu Ende und der Mensch beginnt eine neue Richtung einzuschlagen die ihn schließlich dorthin führen wird, wo die „große“ Kreuzerfüllung ab 50 möglich sein wird.

Durch diesen zumindest inneren Richtungswechsel ändert sich die Perspektive und dieser Vorgang ist daher auch als die berühmte „Midlife crisis“ von der Psychologie erkannt worden. Auch bei der Uranus Opposition kann man von einem spürbaren Beginn des Übergangs ausgehen, der ein bis zwei Jahre vor dem tatsächlich errechneten Termin liegt. Da die Natur des Uranus aber auch mit Plötzlichkeit und Überraschung zu tun hat, treten starke Veränderungen im Leben schließlich doch oft überraschend und rasch auf – auch hier ist häufig ein gravierendes Ereignis zeitnah zum berechneten Oppositionszeitpunkt zu bemerken.

Der Chiron Return ist der vielleicht wichtigste Zyklus überhaupt. Das mag seltsam anmuten, da Chiron als Körper eher zu vernachlässigen ist, ein kleiner Asteroid. Wir dürfe hier also eher davon ausgehen, dass er eine Art „Zeiger“ im Ablauf unserer Lebensphasen ist.

Der Chiron Return findet im Alter von 49 bis 51 Jahren statt. Er markiert den Zeitpunkt zu dem wir – im besten Fall – als wir selbst beginnen, die Bühne des Lebens zu betreten um unsere höhere Rolle zu erfüllen. Die Grafik dieses Zeitpunktes zeigt – in Verbindung mit der Geburtskörpergrafik – Richtung(swechsel), manchmal Personen, immer aber Themen die erforderlich sind, um diese Erfüllung zu ermöglichen.

Das ist aber auch der Zeitpunkt, zu dem das Thema persönlicher Integrität wichtiger wird als zuvor. Daher können alle Arten von wichtigen Veränderungen anstehen und sich auch nachdrücklich bemerkbar machen.

Die Übergangsphase beginnt meist im Alter von 47, zuerst sanft, dann langsam an Tempo zunehmend und auch hier ist es so, dass meist rund um den technischen Zeitpunkt des Returns etwas Markantes im Leben stattfindet, das inhaltlich in einem klar erkennbaren Zusammenhang mit den Themen des neuen Zyklus steht. Im Alter von etwa 53 ist man dann im „Post-Chiron“ gelandet.

Der zweite Saturn Return findet im Alter von 58 oder 59 Jahren statt. Seine Themen sind persönlicher als jene, die im Chiron Return sichtbar werden: ab diesem Zeitpunkt beginnt das Leben sich aus der rein materiellen Welt zu lösen, der Körper verändert sich spürbarer, spätestens jetzt merkt man, dass man älter geworden ist. Hier werden also Grenzen aufgezeigt (Saturn) deren eigentliche Bedeutung aber darin liegt, sich zu einer neuen Entwicklung aufzuschwingen – weg vom rein physisch-körperlichen hin zu Verfeinerung und Weisheit.

Der 2. Saturn Return wirft keine so langen Schatten wie der Chiron; ähnlich wie beim 1. Saturnreturn – das Ende der Jugend – wird es sich maximal zwei Jahre, eher aber nur ein Jahr vor dem errechneten Termin ankündigen. Und auch hier ist zu beobachten, dass oft rund um den Stichtag „etwas passiert“, hier typischerweise eine Erfahrung die darauf hinweist, was sich nun ändern muss. Wie es weitergeht hängt dann ganz vom Individuum ab.

Wer die Botschaft versteht und sich auf einen neuen Weg begibt, der wird auch ein neues Wachstum erleben und in ein Alter aufbrechen, das tiefe und neue Freuden zu bieten hat. Wer verzweifelt versucht, sich an dem festzuklammern, was im Grunde schon vorbei ist, der wird das Leben als eine schleichende Kette von Niederlagen erleben, einen fortschreitenden Verlust von allem, was einmal das eigene Leben zu sein schien.